Die schulische Ausbildung

Die schulische Ausbildung folgt ebenfalls – obwohl thematisch durch die Vorgaben des Altenpflegegesetzes gebunden – den Regeln der modernen Berufsausbildungen im dualen System: Auch sie erhält ein lernzielorientiertes Curriculum, das in so genannte „Lernfelder“ unterteilt ist. Mit dieser Struktur soll der traditionelle Fächer-Unterricht aufgebrochen werden. Die ausbildenden Schulen sind ermuntert, ihre Ausbildungsabschnitte nach Möglichkeit fächerintegriert und in Projektform zu gestalten:

 

Struktur der einzelnen „Lernfelder“

Die neue Ausbildungsstruktur bringt für beide Lernorte viele Fragen mit sich. Insbesondere die praktische Ausbildung der Altenpflege war bislang überhaupt nicht für berufspädagogische Ziele erschlossen.

1. Institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen in der Altenpflege

80 Stunden

2. Altenpflege als Beruf

140 Stunden

3 .Altern als Prozess – Gerontologisch begründete Arbeitsweisen

200 Stunden

4. Kultursensible Pflege

200 Stunden

5. Methoden und Dimensionen der Alltagsgestaltung

80 Stunden

6. Planung, Durchführung und Evaluation des Pflegeprozesses

160 Stunden

7. Anleitung, Beratung, Kooperation

140 Stunden

8. Altenpflege als interprofessionelles Arbeitsfeld

200 Stunden

9. Direkte Pflege alter Menschen

200 Stunden

10. Förderung der Selbstkompetenz Pflegebedürftiger

120 Stunden

11. Spezielle Pflege psychisch veränderter und kranker alter Menschen

320 Stunden

12. Unterstützung in psychischen und physischen Grenzsituationen (noch nicht definiert)

160 Stunden

12. Qualitätsentwicklung in der Altenpflege

100 Stunden

Lernfeld 1, 1. Ausbildungsjahr:
Institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen in der Altenpflege

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler bestimmen ihre Berufsrolle als eigenständiges und verantwortliches berufliches Arbeiten mit lebenden Menschen unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Berufsausübung.

·

Sie unterscheiden die sozialen Sicherungssysteme in ihrer Bedeutung für die individuelle Altersvorsorge und die berufliche Versorgung, Betreuung und Pflege alter Menschen.

·

Die Schülerinnen und Schüler analysieren die Zuständigkeiten, den Aufbau und die Arbeitsweisen von Trägern, Einrichtungen und Diensten im Arbeitsfeld der Altenpflege im Gesundheits- und Sozialwesen.

·

Sie unterscheiden die Aufgaben und Wirkungsmöglichkeiten von Berufsverbänden, Berufsorganisationen und Gewerkschaften für die Berufsarbeit in der Altenpflege.

·

Sie bewerten die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Berufen und Diensten im Gesundheits- und Sozialwesen und beachten die Grenzen ihrer Tätigkeitsmöglichkeiten.

·

Bei der Erarbeitung und bei der Umsetzung qualitätssichernder Maßnahmen wirken sie mit und beachten dabei die rechtlichen Grundlagen.

Inhalte

·

institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen für die altenpflegerische Berufsarbeit

·

rechtliche Rahmenbedingungen altenpflegerischer Berufsarbeit

·

Berufsverbände und -organisationen in der Altenpflege

·

Systeme der sozialen Sicherung

·

Träger, Dienste und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens

·

Kooperation und Koordination der Einrichtungen und Dienste in der Altenpflege

·

Grundlagen qualitätssichernder Maßnahmen in der Altenpflege

·

rechtliche Grundlagen der Qualitätssicherung

·

Konzepte und Methoden der Qualitätsentwicklung

·

Institutionen und Instrumente der Fachaufsicht

Lernfeld 2, 1. Ausbildungsjahr:
Altenpflege als Beruf

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler definieren Altenpflege als berufliche Unterstützungsleistung in alterstypischen gesundheitlichen und sozialen Bedarfssituationen unter Beachtung ethischer und wirtschaftlicher Prinzipien.

·

Sie bewerten die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Berufen im Gesundheits- und Sozialwesen und beachten die Grenzen ihrer eigenen beruflichen Handlungsmöglichkeiten.

·

Sie beherrschen Methoden und Techniken der Arbeitsplanung und des berufsbezogenen Lernens; dabei nutzen sie den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien.

·

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden die Ursachen berufstypischer Konflikte und Belastungen und nutzen die Möglichkeiten zur Vorbeugung und Gesundheitsförderung.

·

Sie beschreiben Formen von Gewalt in der Pflege alter Menschen und beherrschen Maßnahmen zu ihrer Vermeidung.

Inhalte

Institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen für die altenpflegerische Berufsarbeit

·

rechtliche Rahmenbedingungen altenpflegerischer Berufsarbeit

·

Berufsverbände und -organisationen in der Altenpflege

·

Systeme der sozialen Sicherung

·

Träger, Dienste und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens

·

Kooperation und Koordination der Einrichtungen und Dienste in der Altenpflege

·

Grundlagen qualitätssichernder Maßnahmen in der Altenpflege

·

rechtliche Grundlagen der Qualitätssicherung

·

Konzepte und Methoden der Qualitätsentwicklung

·

Institutionen und Instrumente der Fachaufsicht

Lernfeld 3, 1. Ausbildungsjahr:
Altern als Prozess – Gerontologisch begründete Arbeitsweisen

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler verstehen den Prozess des Alterns als Anlass und Gegenstand des beruflichen Arbeitens.

·

Sie beachten die Bedeutung altersspezifischer gesundheitlicher Übergänge und von Veränderungen im sozialen Umfeld für lebensaltersbezogene und situationsangemessene Arbeitsansätze.

·

Sie beurteilen die (sozialen, professionellen und institutionellen) Einflüsse auf gesellschaftliche Altersbilder, altersspezifische Gesundheitsbilder und berufsspezifische Zugangsweisen zu alten Menschen und werten ihre Bedeutung für die berufliche Arbeitsplanung.

·

Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Biographie und die soziale Situation der zu Pflegenden als Grundlage für die Planung gesundheitsfördernder Maßnahmen in der Alltagsgestaltung, Betreuung und Pflege.

·

Sie beherrschen den situationsangemessenen praktischen Einsatz der wichtigsten altersspezifischen Pflegekonzepte und beachten die Auswirkungen auf das Pflegegeschehen.

·

Sie erkennen alterstypische Gesundheitsstörungen und beherrschen geeignete Maßnahmen, um ihnen entgegenzuwirken.

·

Sie beurteilen die altersabhängige Bedeutung von Sexualität, erkennen mögliche Konfliktsituationen und beherrschen angemessene Reaktionsweisen.

Inhalte

·

Altern als Prozess

-

demographische Entwicklungsprozesse

-

Altern als sozialer, gesundheitlicher und psychischer Veränderungsprozess

-

altersspezifische Gesundheits- und Krankheitsbilder

-

Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation im Alter

-

Familienbeziehungen und soziale Netzwerke

-

Alltag und Wohnen im Alter

-

Sexualität und Altern

·

Gerontologisch begründete Arbeitsweisen

-

Wahrnehmung und Beobachtung

-

Situationsanalyse

-

Biographiearbeit

-

Chancen und Grenzen der Pflegeplanung

Lernfeld 4, 1. Ausbildungsjahr:
Kultursensible Pflege

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler beherrschen die beruflich erforderlichen Techniken der verbalen und nonverbalen Kommunikation und achten dabei auf ethniespezifische Besonderheiten sowie die Einhaltung einer „gleichberechtigten“ Gesprächshaltung.

·

Sie beherrschen Maßnahmen, Methoden und Techniken der Grundpflege und beachten dabei die Gewohnheiten, den Lebensraum, die religiöse Prägung sowie das kulturelle Umfeld der zu Pflegenden.

·

Sie unterscheiden die Möglichkeiten der (situationsbezogenen) Tagesstrukturierung zur Unterstützung einer individuell gesundheitsfördernden Pflege und Betreuung alter Menschen.

·

Die Schülerinnen und Schüler unterstützen die zu Pflegenden bei Nahrungszubereitung und Ernährung unter Beachtung diätetischer Regeln und ergreifen Maßnahmen zur Hilfe bei der Haushaltsführung.

·

Sie wirken bei der Gestaltung und Aufrechterhaltung eines gesundheitsförderlichen und sicheren Wohn- und Lebensraums mit; dabei entwickeln sie Vorstellungen über geeignete Hilfsmittel und Anpassungsmöglichkeiten im Wohnraum.

Inhalte

·

Kommunikation und Gesprächsführung

-

Grundregeln der symmetrischen Kommunikation

-

Techniken der verbalen und nonverbalen Kommunikation in Pflegesituationen

-

Regeln der ethniespezifischen Kommunikation und Gesprächsführung

·

Grundlagen und Techniken kultursensibler Pflege

-

Maßnahmen der Grundpflege

-

Tagesstrukturierung

-

ethische und anthropologische Grundfragen

·

Unterstützung bei der Wohnraum- und Wohnumfeldgestaltung

-

Ernährung, Haushalt

-

Gestaltung eines gesundheitsförderlichen und sicheren Wohnraums und Wohnumfelds

-

Hilfsmittel und Wohnraumanpassung

Lernfeld 5, 1. Ausbildungsjahr:
Methoden und Dimensionen der Alltagsgestaltung

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden und entwickeln Konzepte der situationsangemessenen und altersentsprechenden Aktivierung, Beschäftigung sowie der sozialen und kulturellen Teilhabe alter Menschen und wenden diese an.

·

Sie nutzen dabei lebensraumnahe öffentliche Angebote sowie geeignete Medien.

·

Die Schülerinnen und Schüler beachten die persönlichen Rechte der zu Pflegenden.

·

Sie unterscheiden die bestehenden Möglichkeiten zur Ergänzung ihrer beruflichen Leistungen unter Einbeziehung von Angehörigen, der Nachbarschaft und von Freunden sowie durch Selbsthilfegruppen und ehrenamtliches Engagement.

Inhalte

·

Individuelle Aktivierung und Alltagsgestaltung

-

Beschäftigungs- und Bildungsangebote

-

Feste und Veranstaltungen

-

Mediennutzung

-

ehrenamtliches Engagement

-

Selbsthilfegruppen

-

Seniorenvertretungen, Seniorenbeiräte

Lernfeld 6, 2. Ausbildungsjahr:
Planung, Durchführung und Evaluation des Pflegeprozesses

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler beobachten das Sozialverhalten, den Gesundheitszustand sowie die Vitalwerte der zu pflegenden Personen, prüfen und dokumentieren ihre Beobachtungen und nutzen die gewonnenen Informationen für Planung, Durchführung und Evaluation des weiteren Pflegeprozesses.

·

Dabei beachten sie die Möglichkeiten zur Einbeziehung relevanter Pflegekonzepte und -modelle.

·

Sie führen die zur Beurteilung des Gesundheitszustandes erforderlichen diagnostischen Maßnahmen durch und bereiten die Ergebnisse für weiterführende Untersuchungen vor.

·

Sie sind umfassend über Methoden und Regeln der Qualitätssicherung in der Altenhilfe informiert, nutzen berufsspezifische Konzepte der Qualitätsentwicklung und beteiligen sich an der Weiterentwicklung betrieblicher/institutioneller Qualitätsstandards.

Inhalte

·

Wahrnehmung, Beobachtung und Diagnose im Pflegeprozess

·

Planung, Durchführung und Evaluation bei der Pflege alter Menschen

·

Gesundheitsförderung und Prävention

·

Konzepte, Modelle und theoretische Grundlagen zur Unterstützung der beruflichen Pflege alter Menschen

·

Konzepte und Methoden der Qualitätsentwicklung

Lernfeld 7, 2. Ausbildungsjahr:
Anleitung, Beratung, Kooperation

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler beraten alte Menschen und ihre Angehörigen/Bezugspersonen unter Beachtung rechtlicher Rahmenbedingungen in Situationen der Pflegebedürftigkeit und Überleitung.

·

Sie beachten dabei die mit dem Wechsel der Lebenssituation verbundenen sozialen und psychischen Probleme und erfassen die individuellen gesundheitlichen Ressourcen als Grundlage gesundheitlicher Förderung und der Gestaltung des künftigen Betreuungs- und Pflegebedarfs.

·

Sie erkennen den sächlichen und finanziellen Unterstützungsbedarf im Einzelfall, registrieren dabei die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen und unterstützen sie bei der Erschließung von Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten sowie Pflegeangeboten.

·

Im Einzelfall wägen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeiten der einrichtungs-/betriebsübergreifenden Kooperation mit Diensten/Dienstleistern in der Altenhilfe ab.

·

Dabei beachten sie die im Einsatzgebiet bestehenden Dienstleistungs- und Versorgungsnetze, rechtliche Vorgaben sowie die dort wirksamen Regeln der Koordination von Einsätzen.

·

Sie erkennen die Schnittstellen zwischen der Pflege alter Menschen und ergänzenden Diensten. Wo erforderlich, sichern sie den reibungslosen Ablauf des Pflegeprozesses durch Unterscheidung von Zuständigkeiten und Verantwortung, präzisen Informationsfluss, rechtzeitige Absprachen und sachgerechte Kooperation.

Inhalte

·

Beratung und Anleitung alter Menschen

·

Beratung und Anleitung von Angehörigen und Bezugspersonen

·

Vernetzung, Koordination und Kooperation im Gesundheits- und Sozialwesen

·

Pflegeüberleitung, Schnittstellen-Management, Case-Management

Lernfeld 8, 2. Ausbildungsjahr:
Altenpflege als interprofessionelles Arbeitsfeld

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler beachten die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Zuständigkeitsgrenzen ihres beruflichen Einsatzes bei der Pflege alter Menschen.

·

Sie sind sich der Problematik „stellvertretenden Handelns“ in der Ausübung ihres Berufs bewusst und beherrschen Arbeitsteilung und Kooperationsregeln mit anderen Berufen im Gesundheits- und Sozialwesen sowie ärztlichem Personal.

·

Sie erkennen und nutzen die Möglichkeiten der berufsübergreifenden Zusammenarbeit zur Förderung der Gesundheit alter Menschen.

·

Die Schülerinnen und Schüler erkennen die Angemessenheit präventiver Maßnahmen zur Unterstützung von individuellen Gesundungsprozessen, persönlichem Wohlbefinden und umfassender sozialer, psychischer und physischer Gesundheit und beherrschen den bedarfsgerechten Einsatz gesundheitsfördernder Angebote und Techniken.

·

Sie beherrschen die konzeptionellen Grundlagen geriatrischer und gerontopsychiatrischer Pflege und wirken an Maßnahmen der geriatrischen und gerontopsychiatrischen Rehabilitation mit.

·

Sie erkennen frühzeitig die Anzeichen einer altersbedingten Verwirrung und prüfen die Anwendungsmöglichkeiten zeitgemäßer Förderungsmöglichkeiten.

·

Sie planen altenpflegerische Maßnahmen bei Gesundheitsbeeinträchtigungen und Behinderungen, führen sie eigenverantwortlich aus und achten auf Bereitstellung und Funktionsfähigkeit von notwendigen Hilfsmitteln.

Inhalte

·

Rahmenbedingungen und rechtliche Grundlagen der Zusammenarbeit mit ärztlichem Personal

·

interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Altenpflege

·

Gesundheitsförderung alter Menschen durch Prävention und Rehabilitation

·

geriatrische und gerontopsychiatrische Rehabilitationskonzepte

·

Pflege alter Menschen mit Gesundheitsbeeinträchtigungen und Behinderungen

·

Ernährungslehre

Lernfeld 9, 2. Ausbildungsjahr:
Direkte Pflege alter Menschen

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die notwendigen Wissensgrundlagen für die direkte Pflege alter Menschen.

·

Sie beachten den Anwendungsbezug des für die direkte Pflege relevanten anatomischen, hygienischen, physiologischen und psychologischen Wissens und können es auf berufstypische Pflegesituationen übertragen.

·

Sie planen altenpflegerische Maßnahmen bei Erkrankungen und chronischen Gesundheitsstörungen und führen sie – unter Beachtung von Zuständigkeitsgrenzen und ärztlichen Vorbehaltstätigkeiten – eigenverantwortlich aus und dokumentieren sie sachgerecht.

·

Sie verabreichen Arzneimittel und Medikamente nach ärztlicher Verordnung sowie unter Beachtung von Vorgaben für die Darbietung und Lagerung.

·

Dabei beachten sie aus altenpflegerischer Sicht die Angemessenheit des Medikamenteneinsatzes ebenso wie mögliche Nebenwirkungen, dokumentieren ihre Beobachtungen und Einschätzungen und informieren die zuständigen Stellen.

·

Die Schülerinnen und Schüler kennen das Spektrum berufs- und einsatzgebietstypischer Notfallsituationen und beherrschen die erforderlichen Maßnahmen der ersten Hilfe.

Inhalte

·

Grundlagen für die direkte Pflege alter Menschen

·

Pflege erkrankter alter Menschen

·

Indikation, Verwendung und Lagerung von Arzneimitteln

·

Notfallsituationen und pflegerische Hilfen

Lernfeld 10, 3. Ausbildungsjahr:
Förderung der Selbstkompetenz Pflegebedürftiger

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler verstehen Gesundheit als Summe und Ergebnis individuellen physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und ordnen die Pflege alter Menschen als berufsförmige Unterstützungsleistung zur Förderung von individueller Gesundheit ein.

·

Sie sind über Theorien und praktische Anwendungsbeispiele der altersbezogenen Gesundheitsförderung informiert und sind in der Lage, unter Beachtung sozialer, physischer, psychischer und ökonomischer Ressourcen Konzepte zur Förderung der individuellen Gesundheit zu entwickeln und umzusetzen.

·

Sie beachten dabei die möglichst weitgehende Erhaltung und Förderung der Selbstkompetenz der Pflegebedürftigen als maßgebliche Orientierungsgröße ihres beruflichen Planens und Handelns.

·

Die Schülerinnen und Schüler wissen um die sozialen, physischen und psychischen Entstehungszusammenhänge von Süchten und Suchterkrankungen im Alter.

·

Sie sind in der Lage, Suchtgefahren und Symptome der Suchterkrankung zu erkennen, und beherrschen pflegerische Interventionsstrategien.

·

Die Schülerinnen und Schüler sind über zeitgemäße Modelle und praktische Beispiele der Alltagsgestaltung und Tagesstrukturierung in der Altenhilfe informiert und entwickeln Vorstellungen, wie diese – in Abhängigkeit vom Einsatzort – zur Förderung der gesundheitlichen Aktivierung und sozialen Teilhabe alter Menschen weiterentwickelt werden können.

Inhalte

·

Grundlagen, Maßnahmen und Verfahren zur Förderung psychophysischer Gesundheit

·

Sucht und Suchterkrankungen im Alter

·

Alltagsgestaltung, Tagesstrukturierung und Verfahren zur Förderung der sozialen Teilhabe und gesundheitlichen Aktivierung

 Lernfeld 11, 3. Ausbildungsjahr:
Spezielle Pflege psychisch veränderter und kranker alter Menschen

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die erforderlichen sozialpflegerischen, psychologischen und medizinischen Wissensgrundlagen auf den Gebieten der Pflege psychisch veränderter und kranker alter Menschen.

·

Sie unterscheiden zwischen altersbedingten psychischen Veränderungen und degenerativen Erkrankungen des Nervensystems.

·

Sie beherrschen Maßnahmen, Verfahren und Techniken der Beobachtung, der geplanten Prävention und sowie der situationsangemessenen Intervention bei psychischen Veränderungen und Erkrankungen des Nervensystems.

·

Die Schülerinnen und Schüler kennen die Symptome sowie die Regeln des Erkrankungs- und Gesundungsverlaufs bei altersbedingten akuten und chronischen Erkrankungen.

·

Sie beherrschen die Planung, Durchführung und sachgerechte Dokumentation pflegerischer Maßnahmen bei akuten und chronischen Erkrankungen.

·

Die Schülerinnen und Schüler kennen die Zusammenhänge des Entstehens und der Chronifizierung von Schmerz und die Möglichkeiten seiner Behandlung.

·

Sie beherrschen die Planung, Durchführung und sachgerechte Dokumentation pflegerischer Maßnahmen bei Pflegebedürftigen mit Schmerzen.

·

Sie beherrschen die für den Pflegeprozess notwendigen Maßnahmen der Betreuung und Pflege multimorbider alter Menschen.

·

Die Schülerinnen und Schüler beherrschen die Planung, Durchführung und sachgerechte Dokumentation pflegerischer Maßnahmen bei Pflegebedürftigen mit Krebserkrankungen.

·

Sie beachten bei allen Maßnahmen der Pflege die Notwendigkeit, im Einzelfall psychische Hilfen anzubieten, und nutzen zur Unterstützung der Gesundheitsförderung auch die Ressourcen von Bezugspersonen und Angehörigen.

·

Sie nutzen die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften in der Altenpflege und achten auf die Angemessenheit des Einsatzes von Hilfskräften.

·

Bei allen Maßnahmen der Pflege achten die Schülerinnen und Schüler auf die persönlichen Bedürfnisse, Ängste und Schamgefühle der Pflegebedürftigen, die durch pflegerische Interventionen verletzt werden könnten.

·

Im Zusammenhang mit der Dosierung und Verabreichung von Medikamenten beobachten sie das Verhältnis zwischen Linderungs- und Heilungseffekten und möglichen individuell beeinträchtigenden Folgen der Medikation.

Inhalte

·

Pflege alter Menschen mit psychischen Veränderungen

·

Pflege alter Menschen mit psychischen Erkrankungen

·

Pflege alter Menschen mit akuten Erkrankungen

·

Pflege alter Menschen mit chronischen Erkrankungen

·

Pflege multimorbider alter Menschen

·

Pflege alter Menschen mit chronischen Schmerzen

·

Pflege alter Menschen mit Krebserkrankungen

 Lernfeld 12, 3. Ausbildungsjahr:
Unterstützung in psychischen und physischen Grenzsituationen
(noch nicht definiert)

 

Lernfeld 13, 3. Ausbildungsjahr:
Qualitätsentwicklung in der Altenpflege

Zielformulierung

·

Die Schülerinnen und Schüler kennen die wichtigsten Qualitätsstandards der beruflichen Bildung und der Berufsausübung in der Altenpflege.

·

Sie sind in der Lage, mit geeigneten Maßnahmen der beruflichen Fort- und Weiterbildung auf veränderte berufliche Anforderungen zu reagieren, die bestehenden Möglichkeiten des beruflichen Aufstiegs zu identifizieren und Perspektiven der beruflichen Entwicklung außerhalb des Aufgabenfelds der Altenpflege zu entwickeln.

·

Sie nutzen geeignete Angebote aus der beruflichen Fort- und Weiterbildung, um Teamarbeit und berufsübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern.

·

Sie beherrschen die berufsüblichen und arbeitsbereichstypischen Arbeitsweisen, Hilfsmittel und Techniken der Arbeits- und Einsatzplanung und wirken an deren aufgabenbezogener Verbesserung mit.

·

Sie verstehen es, im Team einzelfallübergreifende Ziele und Wertorientierungen der beruflichen Arbeit in der Altenpflege zu entwickeln und in funktionsorientierte Grundsätze der Planung und Durchführung beruflicher Leistungen an den Einsatzorten der Altenpflege zu übertragen.

·

Die Schülerinnen und Schüler wägen die Vor- und Nachteile der Arbeitsorganisation als Teamarbeit, der Arbeitsteilung und Kooperation mit anderen für die Betreuung und Pflege alter Menschen relevanten Berufsgruppen und Diensten sowie eigenverantwortlicher/selbstständiger Berufsarbeit.

Inhalte

·

Weiterbildung und berufliche Entwicklungsplanung

·

Arbeits- und Einsatzplanung, Ziel- und Wertorientierung beruflichen Handelns

·

berufliche Teamarbeit, Kooperation und Eigenverantwortlichkeit

 

Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!